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Großer Vergleichstest: Mega Drive kontra Super Famicom

Kommentare (Anzahl: 13)
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Name: Consolero (Gast) 14.12.2021 um 20:33:11 Uhr
Ja, wie wir heute wissen, stand in damaligen Hardware-Artikeln viel Unfug. An zuverlässige Quellen zu gelangen, dürfte damals halt ungleich schwieriger gewesen sein. Die Redaktionen hätten besser unsichere Spezifikationen zurückgehalten und sich darauf beschränkt, etwas über die verfügbaren Spiele zu schreiben. Um die geht es letztlich schließlich auch.
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Name: Retrostage    Beiträge: 740 13.12.2021 um 15:19:20 Uhr
Mega Drive 2064 Sprites? Das ist falsch, es sind 80 AFAIK (20 Sprites pro Scanline, SNES 128 und 32 pro Scanline) und das Ganze ingesamt komplexer zu bewerten, als hier dargestellt. Mehr dazu unter:
https://www.sega-16.com/forum/showthread.php?31001-Sega-Genesis-and-Super-Nintendo-Sprite-Limit

Beim Sound: 256 FM-Stimmen? WTF? 8 ADPCM-Stimmen sind hier wahrscheinlich gemeint...

Und wie kommen die auf 138KByte RAM? 64KB Video RAM, 64KB 68K RAM, dazu 8KB Z80... 136 könnte man noch verstehen damit...

Die Zusatzchips vom SNES haben viel unterstützt, von Anfang an z.B. der DSP (in der Tabelle wohl der 3D-Chip?), der war allerdings kein Standard.

Blue Byte und Factor 5 hier eine Bewertung vornehmen zu lassen finde ich Nachinein echt witzig. Sowas gab es ja nicht allzuoft, wenn überhaupt. Hier hat Julian Eggebrecht also seine Spuren hinterlassen mit seiner Einschätzung. Liest sich jedenfalls im Nachgang ganz amüsant, hat aber damals vllt die ein oder andere Debatte unnötig angeheizt. 
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Name: Consolero (Gast) 11.12.2021 um 22:18:11 Uhr
Was die Fähigkeiten der Soundchips selbst angeht, verlässt das Super Nintendo meiner Ansicht nach als Sieger den Platz. Nicht nur, weil es die meisten (brauchbaren) Kanäle und den nachgeschalteten "Wavetable"-Synthesizer bietet, sondern auch, weil es die qualitativ besten Samples erlaubt - theoretisch: Denn für einen Sampler spielt nun mal die Größe des verfügbaren Speichers eine entscheidende Rolle, und in diesem Punkt konnte das Super Nintendo natürlich nicht  mit dem wesentlich teureren Amiga schritthalten.

Doch obwohl die komprimierten SNES-Samples vergleichsweise dumpf klingen können, sind sie mir aufgrund meiner Vorliebe für natürlich klingende Instrumentente insgesamt lieber als die FM-Synthese des Mega Drive. Was selbstverständlich nicht heißen soll, dass es für dieses keine guten Soundtracks gäbe.

Was die Soundtracks angeht, stimme ich für Diddy's Kong Quest und Final Fantasy VI, aber das ist Geschmackssache.
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Name: hudsh    Beiträge: 530 11.12.2021 um 16:37:19 Uhr
Mir gefällt "Super R-Type" auf dem Super NES gar nicht schlecht. Das Ruckeln stört mich nicht wirklich - das einzige Problem sind die nicht vorhandenen Rücksetzpunkte innerhalb der Levels. "Gradius 3" spielt sich dagegen wirklich schlecht - obwohl ich absoluter Fan der Serie bin, habe ich das Modul bald wieder verkauft. Was die Soundfähigkeiten angeht: sowohl MD als auch SNES kommen soundtechnisch nicht an den Amiga heran, nur wenige Spiele nutzen die Soundchips wirklich gut aus (meistens die Sounds von Yuzo Koshiro, also "Super Adventure Island" und "Streets Of Rage"). Insgesamt gefällt mir das Mega Drive etwas besser, da es für schnelle Actionspiele besser geeignet ist ("Thunderforce 3" zum Beispiel).
1x editiert. Zuletzt am 11.12.2021 um 16:38:42 Uhr Zitieren

Name: Consolero (Gast) 11.12.2021 um 11:41:59 Uhr
Aus eigenem Interesse hätte Nintendo gut daran getan, die eilig zusammengeschusterten Versionen von Gradius III und Super R-Type abzulehnen. Wie desaströs sie sich anfangs auf das Image des SNES auswirkten, lässt sich gut an Artikeln wie diesem ablesen.

Es ist verständlich, dass ein Publisher sein Spiel gerne zum Systemstart veröffentlichen möchte - gibt es nur wenige Konkurrenzprodukte, erhöhen sich die eigenen Absatzchancen. Dafür aber die Qualität zu opfern, indem man - wie in diesen beiden Fällen - flott in C anstatt in Assembly programmiert, ist eine Schande und hätte seitens Nintendo unterbunden werden müssen.
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Name: SGGG    Beiträge: 338 09.12.2021 um 21:31:56 Uhr
Man muss dazu betrachten, dass diese Exklusivität Geschichten so alt sind wie Konsolspiele per se. Ab genau im 80er. NES (Nintendo) und Master System (Sega), da waren Exklusiv-Titel quasi das Verkaufsargument und das hat sich bis in die Gegenwart fortgesetzt, dass du bestimmte Marken, bestimme System braucht.
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Name: Retro-Nerd    Beiträge: 252 06.09.2010 um 22:18:04 Uhr
Der SNES Soundchip (eigentlich mehr ein Co-Prozessor) samt Sony DSP ist eher einer Ferrari auf 3 Zylindern. Die 64KB sind eine echte Bremse. Spätere Spiele wie Tales of Phantasia umgehen das Limit, da dort die Samples gestreamt werden können (on-the-fly).

Trotz klingt das nicht so kristallklar wie z.B. der Amiga. Auch deshalb klingen einige MD Spiele deutlich klarer als die SNES Versionen. Ich sage nur Cannon Fodder.
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Name: ave    Beiträge: 12 06.09.2010 um 22:11:15 Uhr
Wobei ich ehrlich gesagt finde, dass mir gerade der Sound der frühen Arcade-Ports beim Mega Drive besonders gut gefällt. Das betrifft die Toaplan-Ports Tatsujin, Hellfire, Zero Wing, Kyuukyoku Tiger, Wardner no Mori und Daisenpuu. Knarzig und kristallklar! Auch andere Shooter und Action-Games aus der Spielhalle profitierten IMO manchmal von der Mega Drive-Portierung, die den Sound auf klare Klänge reduzierte.
Natürlich gab es auch die Totalausfälle, auf die vermutlich auch eher angespielt wird. :S
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Name: NegCon (Admin)    Beiträge: 1.253 05.09.2010 um 23:41:59 Uhr
Original von Sonic
Ich habe auch den Eindruck, dass die Programmierer mit der Zeit immer besser mit der jeweiligen Schwäche der Konsolen zurechtgekommen sind und sich gewissermassen immer mehr angenähert haben. Beim SN haben die ersten Ballerspiele stark geruckelt, dann wurde es, sei es durch Spezialchips oder Erfahrung der Programmierer immer besser. Beim MD finde ich viele der in der Anfangszeit der Konsole entstandenen Spiele ziemlich farblos und düster. Auch dies wurde immer besser, siehe bspw. Dynamite Headdy, Flink oder Ristar. Und der Sound klingt bei den ersten MD-Modulen im Gegensatz zu späteren noch sehr blechern.

Jupp, mit der Zeit wurden die Schwächen mehr oder weniger "wegprogrammiert", wobei ich finde, dass man beim MD manchmal im direkten Vergleich schon noch merkte, dass die Farbpalette etwas eingeschränkter war als beim SNES und der Sound manchmal auch nicht ganz so gut klang. Großen Einfluss auf das Gameplay bzw. Spielspaß hatte das aber sowieso nicht und damals gab es auch noch mehr Exklusivtitel bzw. Exklusivversionen, da konnte man ohnehin schlecht vergleichen. Eigentlich wurde ja auf beiden Systemen am Schluß das bestmögliche rausgeholt, hatte ich zumindest den Eindruck.
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Name: Sonic    Beiträge: 69 05.09.2010 um 19:43:00 Uhr
Ich habe auch den Eindruck, dass die Programmierer mit der Zeit immer besser mit der jeweiligen Schwäche der Konsolen zurechtgekommen sind und sich gewissermassen immer mehr angenähert haben. Beim SN haben die ersten Ballerspiele stark geruckelt, dann wurde es, sei es durch Spezialchips oder Erfahrung der Programmierer immer besser. Beim MD finde ich viele der in der Anfangszeit der Konsole entstandenen Spiele ziemlich farblos und düster. Auch dies wurde immer besser, siehe bspw. Dynamite Headdy, Flink oder Ristar. Und der Sound klingt bei den ersten MD-Modulen im Gegensatz zu späteren noch sehr blechern.
1x editiert. Zuletzt am 05.09.2010 um 19:46:56 Uhr Zitieren

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